Havariefall
Havarien sind Schäden, die das gesamte Gebäude, mehrere Wohnungen
oder eine gesamte Wohnung betreffen.
Nicht zu Havarien gehören:
~ tropfende Wasserventile
~ verstopfte Handwaschbecken, Badewannen oder Toilettenbecken
~ Türschließanlagen
~ einzelne defekte Lichtschalter und Steckdosen
~ defekte Sicherungen und Relais in der Wohnung
~ defekte Kochplatten und Backröhren bei Elektroherden
Um größere Schäden zu vermeiden, bitten wir Sie unter Beachtung der
Art der Havarie in Ihrer Wohnung die Hauptventile für Gas und
Wasser zu schließen bzw. die Sicherungen an der E-Anlage zu
entfernen (Gefahr eines Kabelbrandes).
Bitte beachten Sie, dass die Havariedienste nicht zu normalen
Reparaturzwecken an den Wochenenden und geschäftsfreien Zeiten
herangezogen werden dürfen.
Es brennt – Wie verhalte ich mich?
Ruhe bewahren und keine Panik entstehen lassen, ist oberstes Gebot.
Feuerwehr alarmieren über Notruf 112. Geben Sie kurz und deutlich
die Art des Schadens, die Straße und Hausnummer, sowie Ihren Namen
und Telefonnummer an. Den Brand sollten Sie nur bekämpfen, wenn Sie
sich selbst nicht in Gefahr bringen.
In Sicherheit bringen der Angehörigen und der eigenen Person geht
jeder Brandbekämpfung vor.
Warnen Sie Ihre Nachbarn und helfen Sie Ihnen.
Fenster und Türen aller Räume schließen, um eine Ausweitung des
Feuers zu verhindern. Bitte informieren Sie unsere Geschäftsstelle
unter der bekannten Telefonnummer.
Unsichtbar für gesunde Wohnqualität und intakte Bausubstanz:
Richtiges Heizen & Lüften
Wohnqualität wird vielfach gemindert durch Beeinträchtigung der
Raumluft. Ausdünstungen von Einrichtungsgegenständen,
lösemittelhaltigen Farben und Lacken, Holzschutzmitteln und
Putzmittel bewirken hohe Belastungen und können die Gesundheit
gefährden. Moderne Fenster schließen dicht und vermeiden somit
übermäßige Wärmeverluste. Dieser positive Effekt hat jedoch den
Nachteil, dass keine Luftzirkulation mehr stattfindet.
Zu den Risiken gehören auch die oft unterschätzten Folgen für die
Gesundheit durch Feuchtigkeit. Besonders in fensterlosen Küchen
oder Kochnischen, Bädern, Duschräumen, Wasch- und Trockenräumen
verursacht das Kondensat aus Wasserdampf immer größere Probleme.
Vor allem bei innenliegenden Küchen, Bädern usw. entstehen
zunehmend Schäden hervorgerufen durch Wasserdampf mit negativen
Auswirkungen auf den bauphysikalischen Zustand der Gebäude.
Aber auch in Wohnräumen ist Feuchtigkeit ein Problem. Zu bedenken
ist, dass Pflanzen hohe Feuchtigkeitsmengen abgeben. Und der Mensch
leistet natürlich ebenfalls seinen Beitrag durch den
Feuchtigkeitsgehalt der Atemluft. Durch Waschen, Duschen oder
Kochen entsteht ebenfalls Wasserdampf. Die durchschnittlich in 24
Stunden aus einer Wohnung abzuführende Feuchtigkeitsmenge beträgt
je nach Wohnungsgröße und Intensität der Nutzung 10 bis 30 Liter.
Insbesondere in Schlafräumen oder in Räumen, in denen nicht
regelmäßig geheizt und gelüftet wird, kommt es vielfach zu
Schimmelbildungen, weil dort im Allgemeinen kühlere Temperaturen
herrschen, als etwa in Wohnzimmern. Die feuchte Luft kondensiert
vor allem an den Außenwänden und ist ursächlich für das Wachstum
von Schimmelpilzen verantwortlich.
Dagegen hilft nur eins - regelmäßiges, kurzzeitiges Lüften.
Und hier noch einmal die wichtigsten Regeln dazu: Am einfachsten
und schnellsten kann die Luftfeuchtigkeit durch Zufuhr kalter Luft
verringert werden. Durch die Erwärmung im Raum wird diese trocken
und aufnahmefähig für die Feuchtigkeit. Das heißt: Jede Wohnung
sollte deshalb mehrmals täglich (in der Regel 3 - 5 mal) durch
Stoßlüftung, noch besser durch Querlüftung, gelüftet werden.
Querlüftung heißt, das Fenster ganz öffnen und zusätzlich für
Durchzug sorgen. Sind die Scheiben morgens beschlagen, ist der
Luftwechsel besonders am Abend wichtig. Also: Abends, wenn die
Heizung bereits gedrosselt ist, nochmals kurz für Durchzug sorgen.
Achtung!
Niemals die Heizung ganz abdrehen und nur in den Abendstunden
anstellen. Das führt keineswegs zu Energieeinsparungen, denn
feuchte und abgestandene Luft lässt sich schlechter erwärmen als
frische, trockene. Nach Möglichkeit keine Wäsche in den Wohnräumen
zum Trocknen aufhängen, denn diese erhöht zusätzlich die
Luftfeuchtigkeit. Das Aufstellen sehr vieler Zimmerpflanzen in
einem Raum sollte vermieden werden.
Des weiteren sollte die beim Kochen, Baden und Duschen entstehende
Feuchtigkeit direkt beim Entstehen oder sofort danach hinausgeführt
werden.
Mit Feuchtigkeit übersättige Luft ist stets nach außen und nicht in
andere Räume zu leiten. Dabei sollten Türen von weniger beheizten
Räumen geschlossen bleiben, denn sonst zieht die feuchtwarme Luft
in den kühleren Raum und setzt sich an dessen kalten Außenwänden
ab.
Die Lüftungsdauer richtet sich nach dem Feuchtigkeitsgehalt der
Raumluft, der Jahreszeit und der Lüftungsart. Es ist aber immer
besser und wirkungsvoller, das Fenster wenige Minuten weit zu
öffnen, als es auf Dauerkippstellung zu lassen.
